Schon seit längerem diskutieren Experten darüber, welcher Konzern wohl als erstes einen cloud-basierten Musikdienst starten wird. Apple, Google oder doch Amazon? Letzter hat nun erst einmal das Rennen gemacht und setzt damit de Konkurrenz in Zugzwang.
In den USA ist in dieser Woche der sogenannte „Cloud Player“ von Amazon gestartet. Dieser ermöglicht es Kunden Daten wie wohl in erster Linie Musik auf den Amazon-Servern zu speichern, so dass man von jedem beliebigen Computer aus auf sie zugreifen kann.
Dafür bekommt man zunächst 5 GB kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach dem Kauf von Musik landet man automatisch auf der virtuellen Festplatte „Cloud Drive“. Hier kann dann direkt gespeichert werden und auch Daten wie Musik vom eigenen Computer hochgeladen werden.
Wer ein Album kauft, erhält für ein Jahr lang einen Speicher von 20 GB. Ansonsten kann man jederzeit kostenpflichtig aufrüsten: Ein GB kostet einen Dollar pro Jahr, wobei man bis zu einem Terabyte (1.000 GB) aufstocken kann.
Ach ja, im Netz scheint es wirklich nichts zu geben, was es nicht gibt. So haben Fans von Rap-Musik zum Beispiel bald eine neue kleine Spielwiese: Wer schon immer mal wissen wollte, wo die Orte liegen, die die Rapper in ihre Songs mit eingebaut haben, kann dies nun auf der Rap Map herausfinden.
Ob das Projekt geboren wurde, weil sich Rap so gut auf Map reimt oder ob es doch eher einen touristischen Hintergrund hat, wissen wir leider nicht. Auf der Website von Rap Map werden jedenfalls Orte aus Rap Songs auf einer Google Karte durch eine Pistole gekennzeichnet.
Natürlich erhält man zu jedem Ort auch noch Hintergrundinfos oder man macht einen virtuellen Spaziergang, bei dem einem einzelne Künstler der Szene den Weg weisen. Die meisten Orte befinden sich in den USA. In Europa werden nur drei Orte aufgeführt, darunter der Pariser Louvre und makabererweise Auschwitz.
Man kann übrigens auch selbst Orte vorschlagen. Das sollten wir auf jeden Fall tun, denn schließlich ist die Szene in Europa inzwischen auch nicht gerade klein.
Die Musik ist ein zentraler Punkt jeder Kultur und somit auch des menschlichen Lebens. Für viele gilt sie als die Sprache des Herzens, als diejenige Sprache, die jederzeit und überall verstanden werden kann. Diese besondere Eigenschaft der Musik macht sie für die Menschen rund um den Globus so bedeutend. Sie kann alle Menschen gleichzeitig, unabhängig von Vorwissen oder Situation, emotional berühren wie kaum etwas anderes und uns damit in jede von der Musik ausgedrückte Stimmung versetzen. Zwar gibt es hier kulturelle Unterschiede (z.B. können Trauerklänge in afrikanischen Trommelrhythmen), die ein Verständnis der fremden Klänge erst nach einiger Gewohnheit zulassen, doch dieses Verständnis kommt schnell und die Möglichkeit mitzufühlen ist schnell erreicht. Diese Wirkung der Musik macht Lieder an bestimmten Anlässen so wertvoll. Deutlich zeigt sich das in der Vorweihnachtszeit. Im Advent hört man gerne Weihnachtslieder, denn durch ihren Klang und ihre Instrumentalisierung (häufig durch Glockenklang untermalt) wird man durch sie schnell in Weihnachtsstimmung gebracht und die Musik vermag es uns dabei die schönsten Weihnachtserinnerungen und gewünschte -vorstellungen ins Gedächtnis zu rufen.
Überall erklingen deswegen in der Vorweihnachtszeit weihnachtliche Lieder. Kinder und Erwachsene lassen sich davon anstecken und zu einer fröhlichen und festlichen Stimmung hinreißen. Da diese Lieder ausschließlich an Weihnachten gezielt und gehäuft gespielt werden ist ihre Assoziation zum Weihnachtsfest unabdingbar, sie sind mit der Weihnachtszeit untrennbar verbunden.
Diese wertvolle Kunst kann für jeden zugänglich besser als alles Andere Herzen berühren und ist dadurch eines der wertvollsten Kulturgüter jeglicher Zivilisation.
Aus Zufall sind wir heute über eine extrem spaßige Seite gestolpert, die jeden Musikfreund und Fan von kleinen Spielereien sofort begeistern wird. Auf der Homepage Incredibox.fr kann man seinen eigenen Comic-Chor zusammenstellen und diesen dann nach Lust und Laune verändern und natürlich interpretieren lassen. Nie war komponieren leichter und spaßiger!
Ein bisschen müde sehen die insgesamt sieben Herren ja schon aus, doch hat man sie erst einmal mit einer Aufgabe im Chor bedacht, klingen sie wie eine Eins.
Per Maus zieht man einzelne Elemente, wie Instrumente, Sounds und Stimmen, einfach auf die entsprechende Person und schon erklingt die eigene Musik. Das kann man dann nach eigenem Empfinden abändern oder im Modus wechseln. Wie es einem eben gefällt. Viel Spaß beim Experimentieren!
Ach ja, das Ganze ist übrigens ein Projekt des französischen Künstlers “The Incredible Polo”…
Zumindest könnte man das meinen, wenn man hört, dass Papst Benedikt XVI. nun auch, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, ein eigenes Album auf den Markt bringt. Naja, Bestseller-Autor ist er ja schon…
Heute wurde die im Vatikan vorgestellt, die neue CD “Alma Mater”. Alle sind sie kommen, eine fast schon skurrile Mischung: Vertreter der Musikinsdustrie, Komponisten, Radio Vatikan und natürlich die Sprecher des Pontifex.
Das Album selbst ist eine Mischung aus Chorwerken, Mariengebeten und neuer klassischer Musik. Der Papst selbst spricht sieben Gebete und Reflexionen und singt das gregorianische “Regina Coeli” (Königin des Himmels) in voller Länge. Naja, gregorianische Musik ist momentan ja auch in…
Benedikt wird vom Royal Philharmonic Orchestra und von Pablo Colinos römischem Chor der Philharmonischen Akademie begleitet. Benedikt wird auf der CD in fünf Sprachen zu hören sein. Dass er ein Faible für Musik hat, hat er ja schon mehrfach betont. Der Erlös von “Alma Mater” kommt wohltätigen Zwecken zu Gute. Mal sehen, wie sie sich verkauft…