Wir alle finden Roboter mit Sicherheit ein interessantes Thema, jedoch die Menschen in Japan haben an ihnen eindeutig einen Narren gefressen. Immer wieder werden dort Roboter präsentiert, die menschliche Eigenschaften oder Funktionen übernehmen. So gab es bereits ein Gerät, mit dem man virtuell Küsse austauschen kann und nun einen Roboter, der Umarmungen verteilt.
Die Maschine sieht im Grunde aus wie eine Schaufensterpuppe mit Silikon-Haut. Unter dieser sitzen feine Sensoren, die menschliche Regungen messen und Erkennen. Die schmusewillige Person muss für den Gebrauch eine spezielle Weste tragen. Umarmt sie nun den Roboter gibt dieser anhand der Daten einen identischen Druck zurück. Der Mensch fühlt sich umarmt.
Dieser Druck wird übrigens durch Luftpolster, Vibrationen und künstliche Muskeln aufgebaut. Eigentlich tragisch, wenn man so einsam ist, dass man sich einen Roboter zum Kuscheln holen muss…
Die Unsicherheit in Japan ist groß. Wie soll man sich verhalten? Was kann man noch essen? Wie groß ist die Gefahr wirklich? Schon lange haben viele das Gefühl, dass die japanische Regierung nicht die ganze Wahrheit über das Ausmaß der Katastrophe preisgibt. So hatte der Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag in einer großen PR-Aktion für das Essen aus den Regionen um Fukushima geworben. Er biss herzhaft in eine Tomate und in Erdbeeren um zu beweisen, dass das Essen unbedenklich sei. Viele folgten ihm.
Nur einen Tag später musste er nun jedoch verkünden, dass man in 16 Städten und Dörfern um das havarierte Atomkraftwerk stark radioaktiv belastete Shiitake-Pilze gefunden habe. Der Verkauf der Pilze wurde gestoppt, doch laut Medienberichten war dies bereits seit letzter Woche klar… Auch wir sollten wohl langsam ein wenig bei Waren aus Japan und dem Pazifik aufpassen.
Ja, die Japaner haben zum Thema Arbeit noch eine ganz andere Einstellung wie wir. Während wir uns versuchen um jede Minute Mehr-Arbeit zu drücken, muss man dort die Angestellten anscheinend regelrecht zwingen nach Hause zu gehen.
Mag zum einen auch daran liegen, dass in Japan die meisten Arbeiter ein Leben lang in einer Firma bleiben und diese auch alles für einen regelt. So viel Übereifer für eine Firma muss man hier erst einmal hinbekommen…
So hat nun der japanische Kosmetik-Hersteller Shiseido ab 22 Uhr eine Sperrstunde eingeführt, da die Angestellten viel zu wenig Zeit zuhause verbrachten. Wer nach dieser Sperrstunden trotzdem noch arbeitet und erwischt wird, wird aufgeschrieben und muss sich beim Chef für sein Verhalten entschuldigen.