Friedensnobelpreis: Wikileaks offiziell vorgeschlagen

cc by wikimedia/ Wikileaks
Wir erleben durch das Internet und das Web 2.0 momentan eine kleine Revolution. Die Art und Weise wie wir mit Informationen umgehen hat sich eindeutig verändert und der „normale Bürger“ macht sich dadurch ein Stück weit unabhängiger von den gängigen Medien. Dies haben auch die Enthüllungen von Wikileaks gezeigt.
Das Portal wurde nun offiziell als Kandidat für den diesjährigen Friedensnobelpreis vorgeschlagen. In der Begründung heißt es, dass Wikileaks durch seine Publikationen „Korruption, Rechtsbrüche durch Regierungen und Unternehmen und vor allem auch gesetzwidrige Überwachung, Kriegsverbrechen und Folter durch eine Reihe von Staaten enthüllt“.
Zudem wird auf die Revolution in Tunesien verwiesen, die zum größten Teil durch die Veröffentlichung von Dokumenten über den ehemaligen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali angeschoben wurde. Wikileaks habe so zum Ende einer fast 25 Jahre andauernden Diktatur beigetragen.
Die Nominierungsfrist für den Nobelpreis endete am 1. Februar. Die endgültige Entscheidung wird im Oktober in Oslo bekannt gegeben.
